Ein kaltes Eisbad kann nicht schaden,
selbst bei tiefen Minusgraden,
taucht sie tapfer in den See.
Barfuß läuft sie durch den Schnee.
Bibbernd, an der kalten Luft,
in ganz normaler Badekluft,
- ohne dicken Neopren,
bleibt sie vor dem Eisloch stehen.
Sie atmet noch mal ganz tief ein
und gleitet in das Loch hinein.
Schlagartig öffnen sich die Poren,
es rauscht und kribbelt in den Ohren,
minutenlang verharrt sie still,
der Blutkreislauf macht was er will.
Am Rand steht ihre Liebe Klaus
und ruft ihr zu: „Du musst jetzt raus!“
Zum Eis-Baden geht sie nie allein.
Klaus packt sie in ein Handtuch ein,
die Zähne klappern, sie strahlt ihn an.
„Das hat doch wieder gutgetan.“
© Gudrun Nagel-Wiemer
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2 Kommentare
brr, wenn ich nur dran denke, fang ich an zu frieren! Die Skandinavier lieben es, nach dem Saunabesuch ins eiskalte Wasser zu springen. Nix für mich!!
Liebe Grüße Hanni