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Im Blattgewirk (Pantun)



Die Bäume wechseln nunmehr die Gewänder,

im Farbgespiel von grün nach gelb und dunkelrot.

Verhaftet Zeit an rostigem Geländer,

beim Anblick der unwirklich mahnend an den Tod.

 

Im Farbgespiel von grün nach gelb und dunkelrot,

wo Abend sich in tiefstem Selbst verliert.

Beim Anblick der unwirklich mahnend an den Tod,

im Mondgeschein, vom See sanft reflektiert.

 

Wo Abend sich in tiefstem Selbst verliert,

die Fledermäuse ziehen lautlos Bahnen.

Im Mondgeschein vom See sanft reflektiert,

um an Vergänglichkeit verdeckt zu mahnen.

 

Die Fledermäuse ziehen lautlos Bahnen ~

verhaftet Zeit an rostigem Geländer.

Um an Vergänglichkeit verdeckt zu mahnen,

wechseln selbst Bäume nunmehr die Gewänder.

 

© Uschi Rischanek

text/bild/rezitation
Music: Oleksii Kalyna
Zu dieser recht seltenen Gedichtform der sich auch Victor Hugo, Charles Baudelaire und Paul Verlaine schon bedienten gibt es einiges Interessantes nachzulesen wenn Interesse: https://de.wikipedia.org/wiki/Pantun

Gelesen: 28   
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AUTOR:

Denkende Dichterin und dichtende Denkerin, leidenschaftliche Gärtnerin und Fotografin, der Lyrik verbunden, der Prosa verfallen. Eigene Texte, jedoch auch Texte lieber Poetenfreunde einzusprechen, sowie auf meinem YouTube Kanal auch Klassiker wie Hermann Hesse, Rainer Mara Rilke, Erich Fried, Eva Strittmatter, Mascha Kaléko um nur einige zu nennen... mehr als zum Hobby mittlerweile geworden.
An geistreichem Austausch stets interessiert freue ich mich auch hier wieder präsent zu sein!

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4 KOMMENTARE



22. August 2025 @ 19:36

Liebe Uschi, am liebsten hätte ich 2 Herzchen dir geschenkt. Habe diese Pantun - Gedichtsform immer bewundert und gemocht aber ich kann es einfach nicht, vor Jahren versucht - alles landete im Papierkorb. Es ist dir ehrlich - sehr gelungen. Schreib noch !!!!
Alles Liebe
G.


22. August 2025 @ 19:52

Liebe Grete, (ich bin noch immer ein bisschen zerknirscht...)

einige Texte entstanden auf diese Art und Weise. Ich habe, wie ich schon bei Ingrid erwähnte, zuvor im Waldviertel direkt an einem See gewohnt - Natur pur sozusagen. Die Eindrücke dort waren nahezu unbeschreiblich und wenn ich abends oder auch nächtens auf meiner Schaukel gesessen bin, so strömte die Lyrik geradezu über mich beinahe. Auch der Sternenhimmel den man dort ohne Luftverschmutzung und ohne Streulicht beobachten kann, lud immer wieder ein sich eine Decke zu holen, sich einzumümmeln und diese Unendlichkeiten zu betrachten. Dabei wird man innerlich ganz ruhig und still ob all dieser Eindrücke. Gerade zu dieser Jahreszeit waren auch die Perseiden zu beobachten und unzählige Sternschnuppen zu zählen. Der Wunsch muss aber geheim bleiben, da er sich ansonsten ja nicht erfüllt sagt man... Um so mehr erfüllt es mich mit tiefer Freude, wieder dorthin zurückkehren zu können, in unser altes Domizil dort. Zwar steht mir erneut ein Umzug mit all meinen Sammlungen und Habseligkeiten, auch den Pflanzen aus dem Garten und so vielen Dingen an, aber hernach werde ich meinen Ankerplatz gefunden haben und entsprechend wieder im englischen Landhausstil gestalten. Am Wochenende waren wir dort und das Unkraut ist beinahe mannshoch, wo doch der Garten zuvor mein ganzer Stolz gewesen war, aber auch dieser Herausforderung werden wir uns stellen und uns erneut ein kleines Paradies erschaffen denke ich.
Es gibt noch einige solcher Texte, die von den Eindrücken dort am See, den Schwänen und der Natur dort handeln, du darfst also gespannt sein.
Dir ein herzliches und aufrichtiges Dankeschön, ich freue mich sehr, wenn es gefällt!
Schönen Abend mit lieben Grüßen,
Uschi


22. August 2025 @ 19:15

Ein Pantun zu schreiben ist nicht einfach, liebe Uschi. Dieses ist dir sehr gut gelungen. Auch deshalb, weil du eine mystische Thematik ausgewählt hast. Ich finde, die etwas düstere Stimmung eignet sich am besten für diese Gedichtform. Durch die Wiederholungen leben die Bilder.
Ich hab mal ein Pantun geschrieben und seitdem nichts mehr in dieser Form. Vielleicht poste ich es doch mal hier in der Sammlung.

Einen ruhigen Abend
wünscht dir Ingrid


22. August 2025 @ 19:41

Danke für den ruhigen Abend, bienenstichbedingt... tat lange weh, heute mal ausgesetzt im Garten. Gerade diese Natureindrücke sind es, die recht inspierierend sind ein Pantun zu verfassen. Umsomehr freut es mich, wieder zurück an meinen See zu kehren, du weißt schon, der mit dem Schwanenpaar die bis ans Gartentor mit ihren Jungen gekommen waren. Auch heuer haben sie wieder sieben Stück. Natürlich sollen solche Zeilen auch einen Sinn ergeben aber ich freue mich und bin gespannt, das Deinige zu lesen liebe Ingrid, dankeschön.

Schönen Abend und liebe Grüße
Uschi



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