warum nur
Durch wieviel Täler wir gegangen,
An wieviel Gräbern wir geweint,
Auf wieviel Hügeln wir gestanden,
Seit wieviel Jahren wir vereint.
Nach welchen Zielen wir noch trachten,
Durch welche Türen wir noch gehen,
Auf welche Werte gilt noch achten,
Auf welche Weise nur verstehen.
Wozu sich mühen, rennen, hetzen
Und wozu Zeit, die auch verschenkt,
Wozu manch Worte, die entsetzen,
Wozu denn manch Gedanken lenkt.
Warum sich all die Fragen stellen
Und warum darob nachgedacht,
Warum voreilig Urteil fällen,
Was hätt´ es uns wohl nur gebracht?
© Uschi Rischanek
Text/Bild/Rezitation
Music: Lite Saturation
© Uschi R.
Bitte melde dich an um zu kommentieren.
Anmelden
3 Kommentare
Danke für dies schöne Gedicht
G.
ist man denn jemals zu alt um damit aufzuhören Fragen zu stellen? Dein Kommentar und gerade die Aussage darin man wächst in die Antwort rein zur richtigen Zeit hat mich zutiefst bewegt und nachdenklich werden lassen. Erlangen wir in unserem Leben jemals so viel an Lebensweisheit um all unser Infragestellen beantwortet zu bekommen? Habe versucht dem Alter gestern Zuspruch zu geben, rückwirkend auf recht unbehofene Art und Weise wie mir scheinen mag - was will man auch antworten...
Herzlichen Dank und ganz liebe Grüße zu dir!
Uschi
Herzlichen Dank für dein Hiersein und Befassen. Der Text entstand nach einem längeren Gespräch gestern mit meinem Tantchen (99), die das Leben an sich so gar nicht mehr recht freuen mag...
Schönen Sonntag mit lieben Grüßen
Uschi