Zwischen Licht und Dunkel

27. März 2022

Wildes, tobendes Meer

Abenddämmerung über dem Meer,
am Himmel rote Wolkentürme,
nur der Horizont ist grau und leer,
bald zieht die Nacht herein im Sturme.

Im Zwielicht türmen sich die Wellen,
wie große, silbrige Gestalten,
die sich verneigen und zerschellen,
und erst im Strandsand schäumend halten.

In der Finsternis wiegt sich das Meer,
wie eine wilde, tobende Macht,
Wogen heben und senken sich schwer,
seufzen lautstark bis tief in die Nacht.

Später, als sei gar nichts gewesen,
verstummt dieses Toben und Rauschen,
das Meer ist still, vom Sturm genesen,
weil Gezeiten – ihr Dasein tauschen.

© Horst Rehmann

„Wildes, tobendes Meer" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Rehmann, veröffentlicht am 27. März 2022 auf Gedichtesammlung.net.

© Rehmann

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Rehmann Sonstige Gedichte 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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