Gern würde ich mich einmal häuten,
genauso wie´s die Schlangen machen,
für mich ´ne neue Zeit einläuten,
und über Altes nur noch lachen.
Den Körper würd´ ich neu gestalten,
mein Leben besser strukturieren,
den Spürsinn für Gutes einschalten,
und mich von Bösem distanzieren.
Doch was nützt mir dieses Erneuern,
wenn ich im Eifer Fehler begeh´,
es nicht gelingt gegenzusteuern,
ich vor einer miesen Zukunft steh´.
Dann krieche ich demütig zurück,
und belasse alles beim Alten,
erfreue mich meines Lebens Glück,
und werd´ die alte Haut - behalten.
© Horst Rehmann
„Wie die Schlangen" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Rehmann, veröffentlicht am 9. Januar 2020 auf Gedichtesammlung.net.
© Rehmann
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4 Kommentare
LG
H. Rehmann
und dann häutest Du dich von ganz alleine.