Nix wia a Gredat
Haums´n endli dawischt, den ölendign Gauner-
oder warns gar zu dritt, de ådrahtn Mauna.
A Werkzeig soillns gstoin haben , und a nu a Pumpn -
se werdns schau dawischn, de gfrastign Lumpn.
A guata Freind van Sepp sein Bruader,
der sagt, er kennt a gaunz a ausgschamts Luada -
was de oiss austöllt , kaum zan Glaubn -
is erst gaunz kurz unta da Haubn,
verführts ihrn Nachbarn Erwin schau
ziagt si ban offnen Fensta au,
steht daunn da, gaunz ohne Gwaund -
mei God, in unsan Ort - de Schaund.
Hast as ghert, was ma redt
übern Karl sei Gfrett?
Der soid oani haben, a Thailänderin
aungebli war de in an Sexblattl drin.
Und nu was Neix hab i grad ghert,
d´Leit haum se schau üban Pfarra beschwert.
Se sagn, der håt a was Schlimms gmacht
hat si a junge Blondine aug´lacht!
So wissns im Dorf gaunz vü zan berichtn,
so Dorftratscherein und Schauergeschichtn.
Gerüchte san bes und gauznz schnell erfunden
und machan genau so schnell ihre Rundn.
Woaß net, wer oiss erfundn hat,
den Tratsch im Dorf, de fake news da Stådt.
Woaß nur, dass gaunz sche schadn kinnan,
waunns wia a Pech üba Beschuidigte rinnen.
In unsan Fall war ois dalogn,
koa Frau hat si ban Fensta auszogn,
da Pfarrer, der war fromm wia imma,
vazicht auf irgnd a Frauenzimma.
Es hat a neamd a Werkzeig gstoiln,
ma braucht koan Polizistn hoiln.
De oazig wirkli schlimme Tat
setzt der, der des Grücht in d´Welt gsetzt hat!
G.S. Sept 26
„Nix wia a Gredat" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gerd16, veröffentlicht am 4. September 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Gerd16
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