25. September 2016

Ignorieren

Du willst mit dem Fortschritt gehen, bewegst jedoch die Beine nicht, Du kannst ständig Unheil sehen, und öffnest Deine Augen nicht. Du kannst täglich Schlechtes hören, hältst stramm die Ohren verschlossen, gerne möchtest du dich wehren, doch du bist viel zu verdrossen. Du lässt schlimme Worte krachen, damit´s wie ein Aufstand erscheint, und deine Lippen sie lachen, obwohl dein Herz bitterlich weint. Du schiebst die Wahrheit zur Seite, unterdrückst den lauthalsen Schrei, suchst lieber ganz schnell das Weite, denkst brummig, es geht schon vorbei. Du hörst und siehst dem Bösen zu, würdest gern etwas monieren, doch dir ist klar, zuerst kommst du, dein Fazit lautet – ignorieren. © Horst Rehmann

„Ignorieren" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Rehmann, veröffentlicht am 25. September 2016 auf Gedichtesammlung.net.

© Rehmann

Sammlung 61 Aufrufe
Rehmann Sonstige Gedichte 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
Teilen: Facebook X WhatsApp
Anzeige

Ähnliche Gedichte

ÄHNLICHE GEDICHTE

✍️
Schreibst du selbst Gedichte?

Veröffentliche deine eigenen Werke kostenlos und teile sie mit einer Gemeinschaft, die Poesie liebt — in nur wenigen Minuten.

Jetzt kostenlos veröffentlichen →

Kommentare

Noch keine Kommentare — schreibe den ersten!

Bitte melde dich an um zu kommentieren.

Anmelden
Login
Gedicht des Tages

Ich schreibe kein Ostergedicht. Nein, das mache ich nicht. Osterhase, Osterhase, was hast du für eine süße Nase. Ich sch…

Gedicht lesen
Anzeige
Aktiv in · Sonstige Gedichte
Meist gelesen · Sonstige Gedichte