Henrie ist verdammt mies drauf,
- dunkle Wolken ziehen auf.
Den näher rückenden Donnerhall,
hört er nicht zum ersten Mal.
Langsam wird er richtig sauer.
Wo bleibt denn heute nur der Bauer?
Die Kühe sind schon längst im Tal.
Blitze zucken, - ein lauter Knall.
Regen prasselt ihm ins Gesicht.
Einen Unterstand gibt es hier nicht.
Auf der Weide steht ein Baum,
- doch geschützt ist er dort kaum.
Zwei Lichter und Motorenbrummen,
das Gefährt scheint zu verstummen.
Zwei Männer springen aus dem Wagen,
versuchen sich zu ihm durchzuschlagen.
„Henrie“, schreien sie ihm entgegen.
Nun sollte er sich mal bewegen.
„Komm, alter Freund, beeil´ dich mal,
wir bringen dich jetzt in den Stall!“
Aquarell: Gudrun Nagel-Wiemer
© Gudrun Nagel-Wiemer
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6 Kommentare
wenn s blitzt und donnert bleib ich nicht draußen, da hab ich zu viel Schiß!
Gerettet vor dem Donnerhall
muht Henrie jetzt vergnügt im Stall.
Solche Gedichte mag ich.
Liebe Grüße schickt dir Heike
Danke für deinen Kommentar, hat mich gefreut, dass ist ja klar. Gruß, Gudrun
ist Henrie auch nicht mehr geknickt.
Heiter weiter, Gudrun.
Grüße von Ralph
LG Gudrun