23. Juli 2024

Ein Geben und Nehmen

Ein Geben und Nehmen

Vor der Tür steht ein Tüte,
mit Rosinen, Zucker und Mehl.
Sicher wieder von der Nachbarin,
daraus mache ich keinen Hehl.

Ich gebe ihr von meinem Hefezopf
meistens ein Stückchen ab.
Sie will sich wohl revanchieren
und scheinbar nicht zu knapp.

Langsam wird´s mir peinlich,
doch sie nimmt nichts geschenkt.
Ich bin mir auch nicht sicher,
was sie sich dabei denkt.

Ich mag nur frischen Hefezopf,
darum teile ich ihn gern.
Erwartungen knüpfe ich nicht daran,
das liegt mir wirklich fern.

Manchmal schenkt sie Pralinen,
die nehme ich auch gern an.
Ich darf sie zwar nicht essen,
aber gebe sie meinem Mann.

Ich packe die Tragetüte aus,
und beliebe nicht zu scherzen,
da liegt zwischen Mehl und Zucker,
eine Schachtel Schoko-Herzen.

„Ein Geben und Nehmen" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 23. Juli 2024 auf Gedichtesammlung.net.

© Gudrun Nagel-Wiemer

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Gudrun Nagel-Wiemer

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3 Kommentare

Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Autor Dichterlegende
25.07.2024
Ewald, danke für das Herzchen. Gruß, Gudrun
pally66
pally66 Poet Laureat
23.07.2024
Ein Geben und ein Nehmen, so ist gelebte Nachbarschaft, liebe Gudrun. Vielleicht lädst Du sie mal zum Hefezopfessen ein :)? Der sieht auch wirklich lecker aus. LG Helga
Gudrun Nagel-Wiemer
Antwort an pally66
25.07.2024
Es gibt hier nicht so viele nette Nachbarn, aber die wenigen muss man sich warm halten. Danke fürs Lesen und deinen Kommentar, liebe Helga.

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