Wenn Verse golden fallen

4. November 2026

Steinpilze und Pfifferlinge

Steinpilze und Pfifferlinge
Quelle: Gudruns Aquarell-Galerie

Gestern waren wir Pilze pflücken,
heute schmerzt mir noch der Rücken.
Ich kenne mich nicht mit Pilzen aus,
aber mein Ehemann, - der Klaus.

„Klausi“, sag ich, „steck das Pilzbuch ein,
wir müssen uns ganz sicher sein,
denn was hier wächst in der Natur,
sind ja nicht „die Guten“ - nur.“

Kurz vor Lüneburg, im Heidewald,
machen in einem Waldweg Halt,
ich nehme den Korb in meine Hand,
- im Rucksack haben wir Proviant.

Kläuschen ruft schon: „Das ist ein Ding,
hier steht ein Blasser Pfifferling.
Wo einer ist, da gibt’s auch mehr,
komm schnell mit deinem Körbchen her.“

Ich antworte ihm: „Warte mal rasch,
ich glaube ich sehe einen Hallimasch.
Der Honigpilz präsentiert sich stolz
unten, am Fuß, vom Nadelholz.

Den Pilz habe ich im Buch gesehen.,
Schau, ist der nicht wunderschön?“
Kläuschen riskiert jetzt einen Blick
und sagt zu mir: „Du hast ´nen Tick.

Den Löcherpilz kannst du nicht essen,
den solltest du ganz schnell vergessen.
Komm, lass uns rasch weiter gehen,
ich zeige dir, wo Pfifferlinge stehen.“

Nun muss er unseren Eimer tragen,
und löchere ihn mit meinen Fragen.
Nach drei Stunden waren wir guter Dinge,
hatten viele Steinpilze und Pfifferlinge.

„Steinpilze und Pfifferlinge" ist ein Gedicht aus der Kategorie Natur und Jahreszeiten von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 4. November 2026 auf Gedichtesammlung.net.

© Gudrun Nagel-Wiemer

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Gudrun Nagel-Wiemer Natur und Jahreszeiten 0 Kommentare ~2 Min. Lesezeit
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Gudrun Nagel-Wiemer

Deutschland

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