Wenn Verse golden fallen

22. September 2026

Hoffnungsbilder

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Hoffnungsbilder
Uschi Rischanek

Hoffnungsbilder

Das Heute ist erwacht,
Seit gestern trägt die Nacht
Ihr schönstes Blau.

Jetzt bitten deine warmen Hände mich zu bleiben.
Nur zögernd flieht ein Heer von Jahren -
und hinter ihm das triste Grau,

Ich frage deine Augen:
Reicht es,
um noch das Wörtchen Glück zu schreiben?

Find ich die Antwort,
wenn ich in deine Träume schau?

So wie Erinnerungen uns ergreifen,
so wie der Blick uns manchmal dunkelgraut.
So ist so viel nicht zu begreifen,
wenn man zurück auf Bilder schaut.

So wie die Töne die berühren,
so wie der Sonne erstes Licht.
So ist die Hoffnung noch zu spüren,
wenn selbst zuvor manches zerbricht.

Was wären wir ohne den Glauben,
was wären wir wohl ohne Glück.
Was uns vielleicht mag Hoffnung rauben,
so sieh nur nicht zu lang zurück.

Für ein Gefühl braucht keiner schämen
weil Tränen trocknet uns der Wind.
Die Liebe selbst mag niemand nehmen ~
auch wenn die Zeit langsam verrinnt...

Die Nächte der Sehnsucht, sie sind nun vergangen,
zerrieben, zerrissen, vom Zahn dieser Zeit.
Dort, wo einst Lerchen den Sommer besangen,
bleibt taubes Gefühl - doch von allem befreit.

Verblichen die Bilder aus glücklichen Tagen,
die Feen verwunschen, entzaubert der Wald.
In dem nur die Käuzchen die Stille beklagen,
warum ist es mir nur so unendlich kalt. ... .

© U.R. & J.L.
Text/Bild/Rezitation
music: ONION_ALL_STARS

„Hoffnungsbilder" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gedichte über Hoffnung von Uschi R., veröffentlicht am 22. September 2026 auf Gedichtesammlung.net.

© Uschi R.

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Uschi R.

Heidenreichstein, Österreich

Denkende Dichterin und dichtende Denkerin, leidenschaftliche Gärtnerin und Fotografin, der Lyrik verbunden, der Prosa verfallen. Eigene Texte, jedoch auch Texte lieber Poetenfreunde einzusprechen, sow…

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2 Kommentare

G .  .  .  .
G . . . . Poet Laureat
22.09.2026
... ein sehr tiefsinniges Gedicht. Mich berührt besonders der Vers :" So ist so viel nicht zu begreifen, wenn man zurück auf Bilder schaut ..." Da ist eine Steigerung von Hoffnung auf VERTRAUEN in die unsichtbare Hand die alles führt. Ich sehe die vergangenen Jahre, das Leben überhaupt , nicht linear sondern kreisförmig , wie die Jahreszeiten. Im "JETZT" sage ich : und alles ist gut was geschieht , auch wenn es paradox scheint der Realität gegenüber.
Das Bild paßt zum Text.
Sei lieb gegrüßt
G.
1
Uschi R.
Antwort an G . . . .
Uschi R. Autor
22.09.2026
...ich danke dir für dein Hiersein und Reflektieren. Den Blick nach vorne trotzdem nicht ganz zu verlieren, auch wenn das Reflektieren mitunter an Bedeutung gewinnen mag. Wobei genaugenommen das Altern bereits am ersten Tag nach unserer Geburt beginnt.
Das Verinnen der Zeit an sich ist es wohl, woran man sich schön langsam gewöhnen wird müssen.

Liebe Grüße

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