Zwischen Licht und Dunkel

20. November 2024

Ein schwacher Trost

Ein schwacher Trost

Sie sitzt allein im Zimmer
so voller Traurigkeit-
die Kinder sind im Ausland
schon seit sehr langer Zeit.

Ihr Weihnachtsbaum am Fenster
ist wirklich nur sehr klein;
sie liest in ihrer Bibel
im hellen Kerzenschein.

Sie weiß, am Heiligabend
besucht sie keiner mehr,
darum ist schon seit Tagen
ihr Herz unendlich schwer.

Dann schnurrt um ihre Beine
ihr kleiner Kater Mo,
da hört sie auf zu lesen
und streichelt ihn ganz froh.

„Ein schwacher Trost" ist ein Gedicht aus der Kategorie Trauer/Kummer/Schmerz von Ewald Patz, veröffentlicht am 20. November 2024 auf Gedichtesammlung.net.

© Ewald Patz

Sammlung 80 Aufrufe
Gefällt auch:
Ewald Patz Trauer/Kummer/Schmerz 3 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
Teilen: Facebook X WhatsApp Pinterest
Anzeige
Ewald Patz

Tanzen wir gleich Troubadouren zwischen Heiligen und Huren.
Nietzsche

Ähnliche Gedichte

ÄHNLICHE GEDICHTE

✍️
Schreibst du selbst Gedichte?

Veröffentliche deine eigenen Werke kostenlos und teile sie mit einer Gemeinschaft, die Poesie liebt — in nur wenigen Minuten.

Jetzt kostenlos veröffentlichen →

3 Kommentare

pally66
pally66 Poet Laureat
20.11.2024
Da gebe ich Dir recht, Ewald, bei vielen Menschen wird an den bevorstehenden Feiertagen das Haustier der einzige Gast sein. Traurig aber wahr. Sehr bewegend geschrieben. LG Helga
Gast
20.11.2024
Heiligabend ist nicht für jeden schön, Ewald.
Du hast das sehr einfühlsam geschrieben.

LG Ingrid
Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Dichterlegende
20.11.2024
Wunderschön, Ewald. Wie viele Menschen sitzen allein zuhause und das Kätzchen ist ihre einzige Freude. Gruß, Gudrun

Bitte melde dich an um zu kommentieren.

Anmelden
Anzeige
Login
Gedicht des Tages

Es ist noch früh am Morgen,ich nehme heut´die Straßenbahn.Der junge Mann, mir gegenüber,schaut mich müde an. Seine Haare…

Gedicht lesen
Anzeige
Aktiv in · Trauer/Kummer/Schmerz