14. September 2026

Trilogie

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Trilogie
Uschi Rischanek

Unbewegt bewegt

Sind wir nicht alle früh geprägt
und lösen uns doch meistens nicht
von Prägung, anthrazit – Gewicht,
das uns mit ihr einst beigelegt?

Barrieren bleiben unbewegt,
doch der Versuch, sich klarer Sicht
zu nähern, schafft im Schein von Licht,
das seine alte Wunde trägt,

die Möglichkeit zu sehen,
und tiefe Kraft gebiert
ein purpurnes Verstehen –

fast würdevoll verziert
sind Pfade, die wir gehen.
Smaragdne Weite flirrt.

obsolet...

Der Stillstand selbst ist es der hemmt.
Egal dabei ob er gewollt,
oder den Jahren meist gezollt.
Nur das Warum wär eminent...

Wenngleich an sich, das was bewegt
von Anbeginn bis ganz zuletzt,
mitunter schier vielleicht entsetzt.
Wenn Zeit im Zeitenlauf vergeht

weil Jahr um Jahr und Tag für Tag
entschwindend, wie der Sanduhr Sand.
Egal dabei, was man empfand.

Kleinwenig was man noch vermag.
Mag sein, all dies auch obsolet,
weil es nur in den Sternen steht.

Im Stundenglas

Die Zeit im Stundenglas verweht
und Mauern, die das Herz in Stein
umfassen, schließen es nur ein
in Finsternis, die nicht vergeht –

kein Luftzug, dessen sanfter Kuss
es noch ergreift und kurz belebt,
kein Flattern, das pulsierend bebt.
Ein Herz in Starre und Verschluss.

Mein Schmetterling, bist du bereit
der Festung zu entsagen,
dass dich im Wind, von Last befreit,

die Flügel wieder tragen?
Die Zeit ist kurz, die Welt ist weit,
beginne, sie zu schlagen.

© D.S. & U.R. - 2026
Music: oceanframemusic/piano song
Rezitation/Bild: Uschi Rischanek

„Trilogie" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Uschi R., veröffentlicht am 14. September 2026 auf Gedichtesammlung.net.

© Uschi R.

Sammlung 3 Aufrufe
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Uschi R. Sonstige Gedichte 0 Kommentare ~2 Min. Lesezeit
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Uschi R.

Heidenreichstein, Österreich

Denkende Dichterin und dichtende Denkerin, leidenschaftliche Gärtnerin und Fotografin, der Lyrik verbunden, der Prosa verfallen. Eigene Texte, jedoch auch Texte lieber Poetenfreunde einzusprechen, sow…

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