Zwischen Licht und Dunkel

29. April 2010

Traurig aber wahr (zynisch und frech)

Ein Knabe ging in einen Dom,
kniete, gab sich in Gottes Hand,
doch plötzlich sah er ein Kondom,
und einen Priester, der dort stand.

Frommer Mann, du Herr der Güte,
was soll das Ding in diesem Haus,
was tust du mit der Pimmeltüte,
die auch der Papst sieht, voller Graus.

Mein liebes Kind sei lieb und brav,
bück dich nach vorn und schweige,
du weißt, dass man nicht reden darf,
wenn ich hier bete und dich geige.

Oh Priester, bitte lass mich frei,
das, was du tust ist eine Schande,
lass doch die Kinderschänderei,
du Teufel - im kirchlichen Gewande.

(c) Horst Rehmann

„Traurig aber wahr (zynisch und frech)" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gast, veröffentlicht am 29. April 2010 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

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Gast

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