Die Schönheit unserer Sprache in Versen
Tag der deutschen Sprache
Zwei Damen treten eine Reise an,
inzwischen beide ohne Mann,
die eine schlicht, die andere fein,
unterschiedlicher könnten sie nicht sein.
Die Architektenwitwe ist sehr vornehm,
macht sich ihr Leben angenehm,
ihre Schwester, lebenslustig, wie sie ist,
hat ihrerseits auch nichts vermisst.
Die jüngere Schwester gibt den Ton an,
was man deutlich hören kann:
„Dori, du solltest dich benehmen,
ich möchte mich nicht für dich schämen.“
„Ach, Erika", prustet die Ältere heraus.
"Ich bin hier genauso, wie zu Haus!"
„Die Lebensfreude steckt ja an“,
bemerkt gerade ein fremder Mann.
Dori lacht nun aus vollem Herzen,
- mit Erika ist nicht zu scherzen.
„Mein Gott, du bist ja ganz von Sinnen.
Lach nicht so laut, freu dich nach innen.“
„Schwestern " ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 21. Juli 2022 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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Viel Freude
Grete