Meine zauberhafte Nichte,
schreibt am Abend gern Gedichte.
Manchmal möchte sie ihre Zeilen,
mit Ihrer Lieblingstante teilen.
Sie schreibt von Mobbing und von Streit,
von Freundschaft, Sehnsucht, Einsamkeit.
Oft frag ich mich, kann das denn sein?
Sind Schüler heute so gemein?
Von Mobbing schreibt sie nun seit Tagen,
das schlägt mir langsam auf den Magen.
Besorgt wähle ich nun ihre Nummer
und befrage sie nach ihrem Kummer.
Sie stutzt und sagt: „Sorge dich nicht,
es ist doch nur ein Gedicht.
Das sind Themen, die mich bewegen,
es gibt keinen Grund sich aufzuregen.“
Ich atme tief und lächele froh.
Mir geht es ja oft ebenso.
Nicht alles, was geschrieben steht,
habe ich auch selbst erlebt.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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3 Kommentare
dies Gedicht gefällt mir, man hat den Eindruck es fließt so leicht aus dir heraus. Obwohl ich weiß , es ist wirklich nicht einfach , dies Einfache des Alltags so auszudrücken, daß der Leser nicht den Eindruck hat - es ist gewollt, ein Reim erzwungen. Super ! Möge die Muse dich auch im neuen Jahr küssen.
Grete