Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

16. September 2017

Könnte, hätte, würde

Gäbe es nicht die große Hürde,
ich könnte, ich hätte, ich würde,
dann wäre ich glücklich auf Erden,
ohne Last und ohne Beschwerden.

Ein Traumjob wäre das Richtige,
hart schuften, das Null und Nichtige,
leben, so wie die Made im Speck,
auf der schneeweißen Weste, kein Fleck.

Auch reisen wäre etwas Gutes,
rund um die Welt und frohen Mutes,
stets genügend Geld in der Tasche,
nicht mehr beachten, die Pfandflasche.

Ich könnte, würde, hätte noch mehr,
wenn da das Wörtchen “wenn“ nicht noch wär,
immer wieder steht es im Wege,
wie ein Unterlassungsstratege.

Doch die vier Worte halten auf Trab,
sonst gäb´s kein Bergauf und kein Bergab,
drum bin ich auch froh, dass es sie gibt,
damit das Weltbild – sich nicht verschiebt.

© Horst Rehmann

„Könnte, hätte, würde" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Rehmann, veröffentlicht am 16. September 2017 auf Gedichtesammlung.net.

© Rehmann

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Rehmann Sonstige Gedichte 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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