9. September 2008

Ich seh´ ein Gesicht

Ich seh´ ein Gesicht,
so traurig und fahl,
im Aug´ fehlt das Licht,
das einst erste Wahl.

Ich seh´ ein Gesicht,
nur mutlos und schräg,
vergrämt ist es nicht,
der Blick aber träg.

Ich seh´ ein Gesicht,
so blass und so karg,
mit Falten sehr dicht,
wie´s keiner gern mag.

Ich seh´ ein Gesicht,
es weint vor sich hin,
ein Bildnis das spricht,
von Leben und Sinn.

Ich seh´ ein Gesicht,
streck tröstend die Hand,
den Trost jäh zerbricht,
der eiskalte Spiegel,
vor mir an der Wand.

(c) Horst Rehmann

© Gast

59 Aufrufe
Gast Sonstige Gedichte 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
Teilen: Facebook X WhatsApp
Gast

Dieser Benutzer diente zur Veröffentlichung von Gedichten für nicht registrierte Autoren. Mit Ende 2017 ist die Veröffentlichung von Gedichten ohne Registrierung nicht mehr möglich.

Ähnliche Gedichte

ÄHNLICHE GEDICHTE

Kommentare

Noch keine Kommentare — schreibe den ersten!

Bitte melde dich an um zu kommentieren.

Anmelden
Login
Meist gelesen · Sonstige Gedichte
Neue Abzeichen
Neue Autoren
Aktiv in · Sonstige Gedichte
Gedicht des Tages

Humor ist, wenn man trotzdem lacht, auch wenn die Welt um uns zusammenkracht, denn schließlich ist lachen gesund, …

Gedicht lesen
Kurze Umfrage

Hilf uns Gedichtesammlung.net weiterzuentwickeln — wir freuen uns über deine Meinung!

Zur Umfrage
Beliebt diesen Monat
Neue Autoren
Zufallsgedichte
Schlagworte