Herbstgold
Und wieder ist Herbst,
Zeit der Ernte, Zeit der Nebel,
Wochen, wo du alles färbst.
Wer sitzt wohl am diesem Hebel,
der grade jetzt für Stille sorgt,
die letzten warmen Tage schenkt
und uns ein Stückchen Leben borgt?
wo mancher an sein Ruhigsein denkt.
Du bist nur ein Teil des Werks der Natur,
zwar bunt und mild-auch stürmisch und rau.
bald schwindet das Herbstgold- es tickt die Uhr.
Du beleuchtest die Fluren, soweit ich auch schau.
Nach heißen Tagen gibst du frische Luft,
Bereitest bald auch die Frosttage vor,
bist ein anderer Frühling mit deinem Duft.
Der Maler Herbst schließt bald sein Tor!
Der Herbst kann auch weh tun, ist manches Mal hart,
du wirst sie schon spüren, die nasskalten Tage,
der Herbst kommt und geht! Warte nur, wart -
verwünscht sie bald, die frostige Plage!
Nun ja, es geht demnächst November zu-
du lässt nun sterben, vergehen und schwinden,
dein Herbstgold wird fahl, auch Zerstörer bist du
und lässt uns nur langsam zur Stille finden.
Gerd Schönhuber
4.9.26
„Herbstgold" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gerd16, veröffentlicht am 4. September 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Gerd16
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