Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

27. April 2011

Geister

Siehst Geister du in später Nacht,
eingehüllt in weißen Laken,
hörst wie es in den Mauern kracht,
und die alten Hölzer knacken.

Wenn dich dann große Angst befällt,
der Schweiß dir auf der Stirne steht,
das Pendel an der Standuhr hält,
die Haustür ganz von selbst auf geht.

Dann wird es Zeit, dass du dich drehst,
der Wahrheit in die Augen blickst,
die Tatsachen der Welt verstehst,
Geister nun zum Teufel schickst.

Denn Geister haben ausgedient,
die Konkurrenz erringt den Sieg,
mit Angst wirst du genug bedient,
von Herrschern und von Politik.

(c) Horst Rehmann

„Geister" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gast, veröffentlicht am 27. April 2011 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

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Gast

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