Bei Müllers geht es heut´ hoch her,
da fliegen gerad´ die Fetzen.
Annette schreit: "Das ist nicht fair.
Musst du mich so verletzen?
Mich beachtest du hier kaum,
der Nachbarin steigst du nach."
"Naja, die Frau ist schon ein Traum,
da wird man schon mal schwach!"
"Hans, du bist ja völlig krank,
jetzt platzt mir gleich der Kragen."
Schon greift sie in den Küchenschrank,
um eine Tasse zu zerschlagen.
Teller fliegen durch das Zimmer
Annette keift wutentbrannt:
"Oh, das wird ja immer schlimmer.
Du bringst mich um den Verstand."
In der Ecke steht eine Kiste Bier,
wütend greift sie hinein.
"Halt!", ruft Hans, "komm, gib sie mir.
Wer wird denn gleich so böse sein."
„Ehekrach" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 17. April 2024 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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4 Kommentare
Sehr Humorvoll.
LG Ewald