16. November 2011

Duft

Morgens schon in aller Frühe,
gibt der Mensch sich große Mühe,
zu duften wie ein Blumenbeet,
auch wenn er nur vorm Spiegel steht.

Erst sprüht er sich mit Deo ein,
macht sich mit Gel die Haare fein,
tupft Parfüm in seinen Nacken,
und schmiert Creme auf die Backen.

Dann zieht er seine Kleidung an,
und reckt sich wie ein stolzer Hahn,
besprüht sich noch einmal mit Duft,
damit sein Outfit ja nicht mufft.

Die Dosis Mundspray ist noch Pflicht,
falls er mit fremden Menschen spricht,
dann fliegt Creme, Spray und Flasche,
kreuz und quer in eine Tasche.

Ordnung ist doch nicht so wichtig,
riechen muss der Mensch nur richtig,
jeden Duft muss er probieren,
um sich selbst zu profilieren.

Wasser und auch Seife nutzen,
täglich sich die Zähne putzen,
für so etwas fehlt meist die Zeit,
gehört längst zur Vergangenheit.

Der Mensch von heute ist modern,
hält sich von alten Sitten fern,
ihn stört kein Dreck, er braucht nur Duft,
riecht menschlich wieder in der Gruft.

(c) Horst Rehmann

„Duft" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gast, veröffentlicht am 16. November 2011 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

Sammlung 58 Aufrufe
Gast Sonstige Gedichte 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
Teilen: Facebook X WhatsApp
Anzeige
Gast

Dieser Benutzer diente zur Veröffentlichung von Gedichten für nicht registrierte Autoren. Mit Ende 2017 ist die Veröffentlichung von Gedichten ohne Registrierung nicht mehr möglich.

Ähnliche Gedichte

ÄHNLICHE GEDICHTE

✍️
Schreibst du selbst Gedichte?

Veröffentliche deine eigenen Werke kostenlos und teile sie mit einer Gemeinschaft, die Poesie liebt — in nur wenigen Minuten.

Jetzt kostenlos veröffentlichen →

Kommentare

Noch keine Kommentare — schreibe den ersten!

Bitte melde dich an um zu kommentieren.

Anmelden
Login
Gedicht des Tages

You tell me I´m a fool but laugh at my jokes but smile at my face but hug me but see me but feel me so tell me, dearest:…

Gedicht lesen
Anzeige
Aktiv in · Sonstige Gedichte
Meist gelesen · Sonstige Gedichte