Mit dunklen Hüten auf dem Kopf,
in Umhängen, arg zerschlissen,
ziehen Kinder durch die dunklen Gassen,
und betteln um Leckerbissen.
Fünf kleine Geister stehen vor mir
und fangen an zu singen.
Wie gruselig geschminkt sie sind,
- mit schwarzen Augenringen.
Dahinter steht eine Elternschar,
ich bin gespannt, was nun passiert.
„Gib Süßes, sonst gibts Saures“,
fordern sie ungeniert.
In der Küche steht eine Schüssel,
mit verpackten Leckereien.
Ich reiche sie den Kindern hin,
schon gibt es die ersten Streitereien.
Im Nachbarhaus macht niemand auf,
anstatt Gesang höre ich Geschrei.
Bei Richters, an der Fensterscheibe,
zerspringt gerade ein Hühnerei.
„Die Geisternacht" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 31. Oktober 2022 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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2 Kommentare
Im letzten Jahr kamen keine Kinder,
vermutlich wegen Corona.
Dieses Jahr ging es rund.
Meine Nachbarin ist 90 und macht auf, aber bei uns sahnen die Kinder ab.
Ewald