29. Juni 2014

Der Papagei

Auf einem kahlen Ast im Mai, sitzt stolz ein grüner Papagei, ruft allen Menschen zu: „HALLO“, die ihn betrachten, hier im Zoo. Kinder danken ihm mit Lachen, oder auch mit Knabbersachen, Erdnüsse frisst er sehr gerne, mag auch Sonnenblumenkerne. Doch eines wird stets überseh´n, der schöne Vogel kann kaum geh´n, er hängt an einer Kette fest, die ihn noch nicht mal hüpfen lässt. Die Flügel wurden ihm gestutzt, die sonst zum Fliegen er benutzt, ein Recht auf Freiheit hat er nicht, auch wenn sein Herz daran zerbricht. So harrt er aus auf seinem Ast, und ruft „HALLO“ zu jedem Gast. © Horst Rehmann

„Der Papagei" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Rehmann, veröffentlicht am 29. Juni 2014 auf Gedichtesammlung.net.

© Rehmann

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1 Kommentar

17.06.2022
Danke für das Gedicht, das den Schmerz und die Traurigkeit eines gefangenen Vogels so treffend ausdrückt. Kämpfe gerade für zwei Kakadus, die in erbärmlicher Haltung leben müssen.

Herzliche Grüsse aus der Schweiz
Beatrice Pfister

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