In Braunschweig ist heut´ Karneval,
- die Narren stehen überall.
Der Umzug startet schon um Zehn,
heut´gibt es sicher viel zu sehen.
Dick eingepackt gehts heute los.
Am Straßenrand stehen Klein und Groß,
auf dem Marktplatz reiben sich Jung und Alt
die Hände, - denn es ist bitterkalt.
Wir müssen noch ein wenig warten...
Neben mir stehen zwei Piraten,
sie zieh`n die Schwerter raus und kämpfen.
Der Papa muss die Stimmung dämpfen.
Auch Biene Maja schwirrt umher,
das Warten fällt dem Bienchen schwer.
Die Flügelchen sind arg zerdrückt,
- die zarten Fühler eingeknickt.
Wie ich von Weitem sehen kann,
rollt schon der erste Wagen an.
Es liegt ein Raunen in der Luft,
begleitet vom Kamelle-Duft.
"Brunswiek Hellau", ertönts vom Karren,
auf dem Altstadtmarkt toben die Narren,
"Hellau, Hellau", erklingt `s im Chor,
ich schütze mein Trommelfell im Ohr.
Der NDR ist auch zur Stelle,
der Moderator sitzt an der Quelle,
jeder Wagen, der vorüber fährt,
wird jetzt ausführlich erklärt.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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2 Kommentare
Das Treiben und Maskieren spielt sich bei uns in Holstein mehr in den Schulen und Kindergärten ab. In Bayern, wo ich jung war, gings rund. Faschingsumzüge in München und Nürnberg waren feuchtselige Pflicht. Dein Gedicht hab ich gern gelesen, Gudrun. Liebe Grüße, Christine.