Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

5. Mai 2010

Armes Licht

Er hält sich für den Größten,
den Weisestem der Welt.
Ehrlichkeit, die kennt er nicht,
für ihn, zählt nur das Geld.

Sein Haus, das ist ihm heilig,
die Bank sein bester Freund,
an seinem Swimmingpool er sich,
sein mieses Antlitz bräunt.

Die Armen übersieht er,
sein Reichtum ist die Macht,
und wenn es jemand schlecht geht,
nur schmutzig er dann lacht.

Sagt man ihm die Meinung,
dann wehrt er sich mit Lügen.
Anderen die Schuld zuweisen
bereitet ihm Vergnügen.

Menschlichkeit und Mitgefühl
besitzt er leider nicht,
darum ist ein solcher Mensch,
ein kleines, armes Licht.

© Norbert van Tiggelen
(c) Norbert van Tiggelen

„Armes Licht" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gast, veröffentlicht am 5. Mai 2010 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

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Gast

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