Im Weihnachtsdorf fallen dicke Flocken,
Santa macht sich auf die Socken,
sein Blick streift die Geschenkefracht,
auf dem Schlitten, für die Weihnachtsnacht.
In der Backstube steht Romanius,
beißt in den Keks mit Zuckerguss,
der kleinste Wicht im Weihnachtsland,
sorgt für den Reiseproviant.
Rentier Rudolf und seine Crew,
bringt heute gar nichts aus der Ruh.
Nur Rudolfs Nasenspitze sieht man an,
dass er es nicht erwarten kann.
Der Weihnachtsbaum leuchtet im Dunkeln,
Engel singen, die Sterne funkeln,
Nachdenklich zupft Santa sich am Bart.
"Die Weihnachtsnacht wird wieder hart."
Das Christkind kommt gerad´ angelaufen,
muss jetzt erst mal kurz verschnaufen,
reicht Santa ihm einen Mundschutz hin:
"Den nimmst du mit, denn das macht Sinn."
Misstrauisch schaut sich der alte Mann,
die FFP 2 - Maske an,
man siehts ihm an, er wirkt gequält.
"Was ist nur los, auf dieser Welt?"
Die Wichte ziehen die Plane fest,
Santa schwingt sich aufs Podest -
Romanius reicht ihm noch die Rute
und wünscht dem Alten alles Gute.
„Im Weihnachtsdorf" ist ein Gedicht aus der Kategorie Weihnachtsgedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 29. November 2020 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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