Die Schönheit unserer Sprache in Versen
Tag der deutschen Sprache
Heute lass´ ich mich noch mal verführen,
das Land Café schließt bald die Türen.
Eine Woche noch, dann ists vorbei,
mit der Torten-Schleckerei.
Frau Bode backt die leckersten Torten,
doch ich esse stets dieselben Sorten.
Die Auswahl fällt mir gar nicht schwer,
wähle Schoko-Preiselbeer mit Eierlikör.
Stachelbeerbaiser- oder Käsekuchen,
möchte ich eigentlich auch versuchen,
vielleicht entscheide ich mich noch um.
"Stachelbeerbaiser?", ich nicke stumm.
Ach, ich kann mich nicht beklagen,
hier schmeckt alles, muss man sagen.
Am Tresen stehe ich nicht allein,
drum schränke ich meinen Smalltalk ein.
Ich muss auf meine Bestellung warten
und suche mir einen Platz im Garten.
Ich freue mich, weil die Sonne lacht,
und bewundere diese Blütenpracht.
Lavendelbüsche, Rosen, Sommerflieder,
erfreuen mich hier immer wieder.
Jetzt kommt der Kaffee und der Kuchen.
Den muss man hier wahrlich nicht suchen.
Vielleicht hatte ich ja auch nur Glück,
denn vor mir steht ein Riesenstück.
Frau Bode freut sich mich zu sehen
und bleibt noch etwas bei mir stehen.
Sie nimmt sich für ihre Gäste Zeit,
und glänzt mit ihrer Herzlichkeit.
Eine Frau, voller Tatendrank und Kraft,
ich frag´ mich oft, wie sie das schafft.
Jetzt füllt sich dieser große Garten,
doch jeder ist bereit zu warten.
Der Gast nimmt es mit Gelassenheit,
genießt die Ruhe und Gemütlichkeit.
Foto privat: Landcafe Osterlinde
„Landcafe Osterlinde" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 19. Oktober 2024 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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6 Kommentare
G.
Guten Appetit
Ewald