Wie Gott sie schuf, so splitternackt,
sitzt sie am Meer, für einen Akt.
Menschen, die vorübergehen,
wundern sich und bleiben stehen.
Sie wirkt entspannt und so grazil,
der Maler hat ein leichtes Spiel.
Das Licht ist heute wunderbar,
die Sonne scheint, die Sicht ist klar.
Er wird Stunden hier verbringen,
um Leben in sein Werk zu bringen.
Auf jeden Fall hat er Geschick,
- das sehe ich mit einem Blick.
Die Schönheit ist darauf bedacht,
dass sie alles richtig macht.
Was wird der Künstler ihr bezahlen,
für diesen Tag - nicht ohne Qualen?
Vom Meer weht eine leichte Brise,
der Maler ruft jetzt: Anneliese,
hier stehen mir zu viele Leute.
Komm, wir machen Schluss für heute.
Gemälde: GNW
„Kunst am Meer" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 22. Januar 2024 auf Gedichtesammlung.net.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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