Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

5. März 2010

Haus Buche

Vier Mieter wohnen im “Haus Buche“,
es sind die reinsten Mietpiraten,
empfangen täglich zig Besuche,
beschmutzen Haus und Garten.

Tief im Keller wohnt Familie Maus,
nagt das ganze Jahr am Hungertuch,
alle rennen ständig ein und aus,
verbreiten einen muffigen Geruch.

Im ersten Stock, in Richtung Westen,
wohnt ein Zimmermann mit Namen Specht,
er will mit seinem hämmern testen,
wie weit es geht, das Mieterrecht.

Familie Eichhorn wohnt im zweiten Stock,
knabbert an Nüssen und an Samen,
mit ihrem üppig braunen Rock,
fällt sie hier völlig aus dem Rahmen.

Ein schwarzes Pärchen wohnt im Dach,
trägt ganz stolz den Namen Rabe,
die Beiden machen höllisch Krach,
bewachen krächzend ihre Habe.

Doch sobald des Sommers Lied ertönt,
sind alle Mietparteien weg,
für´s Quartier, da wurde nichts gelöhnt,
als Hinterlassenschaft bleibt Kot und Dreck.

(c) Horst Rehmann

„Haus Buche" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gast, veröffentlicht am 5. März 2010 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

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