Zwischen Licht und Dunkel

12. April 2010

Feuerstuhl

Lederjacke, Handschuh, Stiefel,
schützen duftend meine Haut,
Edelstahl und Lack glänzt seidig
Dein Rumpf ist wie für mich gebaut.

Freiheit schießt mir durch die Adern,
wenn ich mich im Chrome seh´,
will mit Dir in Richtung Sonne
sanft an Deinen Gaszug dreh.

Pferdestärken treiben kraftvoll
uns im Nu auf Schnelligkeit,
jeder Meter den wir fahren,
mich vom Alltagsstress befreit.

Tempo fast schon überm Limit,
Krümmer eisblau glühend heiß,
Tachonadel bis zum Anschlag,
Sinne bleiben kalt wie Eis.

Fahr Dich langsam wieder runter,
Drehzahl sinkt in Richtung Null,
Dank für diesen tollen Ausritt,
heiß geliebter Feuerstuhl.

©Norbert van Tiggelen

(c) Norbert van Tiggelen

„Feuerstuhl" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gast, veröffentlicht am 12. April 2010 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

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