Zwischen Licht und Dunkel

21. November 2014

Altersarmut

Er schlendert oft durch die Gassen, schaut sich den Einkaufstrubel an, kann es überhaupt nicht fassen, dass er sich nichts mehr leisten kann. Seine Rente ist bescheiden, Miete kann er kaum bezahlen, manchmal muss er Hunger leiden, sich bewegen unter Qualen. Gauner haben ihn betrogen, sind mit üblen Tricks gekommen, selbst die Bank hat ihn belogen, und sein Hab und Gut genommen. Seine Freunde sind gegangen, am Tage als er Pleite war, heute muss er sogar bangen, um sein gesamtes Mobiliar. Er hat immer nur gegeben, und an das Gute stets geglaubt, doch der Glaube ging daneben, hat ihm fast den Verstand geraubt. Jetzt ist er alt und gebrechlich, wird schuldlos ins Abseits gedrängt, vom Staat eiskalt und verächtlich, in die Altersarmut gezwängt. © Horst Rehmann

„Altersarmut" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Rehmann, veröffentlicht am 21. November 2014 auf Gedichtesammlung.net.

© Rehmann

Sammlung 71 Aufrufe
Rehmann Sonstige Gedichte 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
Teilen: Facebook X WhatsApp Pinterest
Anzeige

Ähnliche Gedichte

ÄHNLICHE GEDICHTE

Anzeige
✍️
Schreibst du selbst Gedichte?

Veröffentliche deine eigenen Werke kostenlos und teile sie mit einer Gemeinschaft, die Poesie liebt — in nur wenigen Minuten.

Jetzt kostenlos veröffentlichen →

Kommentare

Noch keine Kommentare — schreibe den ersten!

Bitte melde dich an um zu kommentieren.

Anmelden
Login
Gedicht des Tages

Glänzend feine Spinnennetzehängen morgens voller Tau,und sie schillern in der Sonneso wie Pracht-Colliers genau.Lupenrei…

Gedicht lesen
Anzeige
Aktiv in · Sonstige Gedichte