Ach wie grau ist dieser Morgen-
trübe, trostlos, bitterkalt.
Auch der Letzte muss erkennen:
unser Jahr wird langsam alt.
Ersten Frost hat es gegeben-
brutal tobt der Wind sich aus.
Angenehm ist´ s nicht mehr draußen,
schöner ist es jetzt im Haus.
Und der Blick in meinen Garten
macht mir mehr als deutlich klar,
dass die Blumenpracht des Sommers
über Nacht zu Ende war.
Lila blühen letzte Astern
als des Sommers Abschiedsgruß.
Schöne Abende im Garten,
damit ist endgültig Schluss.
Gestern in den Abendstunden
zogen wie ein großes V
wilde Gänse Richtung Süden-
wohin? Weiß man nicht genau.
Doch ich hab´ in meinem Keller
eine Flasche Rum entdeckt,
und da ist mir klar geworden,
dass ein Grog jetzt wieder schmeckt.
„Ach wie grau ist dieser Morgen" ist ein Gedicht aus der Kategorie Herbst von Ewald Patz, veröffentlicht am 7. Oktober 2019 auf Gedichtesammlung.net.
© Ewald Patz
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