Die Schönheit unserer Sprache in Versen
Tag der deutschen Sprache
Kyōto
So wie der Klang aus weiter Ferne,
gleich leise wie von tausenden Zikaden.
Und wie des Vogels Flug der nun
in endlos Freiheit hoch hinauf gerät.
Mag sein im klaren Wasser
selbst der golden Fisch entschwebt.
In all den traurig schönen Nächten
ungezählt an Myriaden.
Fernab so weit von Raum und Zeit
und unabwägbar Ewigkeit.
Im Schein, wenn flackernd Licht der Kerze
das doch so tanzend leicht erlischt
und dennoch tropfend Wachs
mit Sehnsuchtstränen uns vermischt.
Im Wogenmeer, das doch
am Herzensgrund so sehr allein.
So wie am Firmament
im Dunkelschwarz Millionen Sterne,
wenn hinaufgeblickt
ins Endlosweit
unendlich tiefer Ferne.
© Uschi Rischanek
text/bild/rezitation
Music: JHON CC ´mandarin´
Autorenkommentar: Anmerkung: In Thailand ist es üblich, dass vor den Tempeln gefangene Fische, kleine Frösche und Vögel verkauft werden, denen dann die Freiheit geschenkt wird.. Als gute Tat - bei der man sich sogar noch etwas wünschen darf.
„ Kyōto" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gedichte über Hoffnung von Uschi R., veröffentlicht am 12. September 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Uschi R.
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