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Wo Verse und Tore fallen
USA · Kanada · Mexiko · Juni–Juli 2026
In meiner Kindheit, vor vielen Jahren,
sind wir Fahrrad ohne Helm gefahren.
Kein Mensch dachte an Sicherheit.
Es war eine sehr ruhige Zeit.
Von Diebstählen habe ich nie gehört.
Kinder haben keinen gestört,
niemand wurde gemoppt, nur geneckt.
Vor den Lehrern hatten wir Respekt.
Ich liebte mein kleines Transistor-Radio.
Über den ersten Fernseher waren wir froh.
Ich habe von Peter Kraus geschwärmt,
Elvis hat mein Herz erwärmt.
Wir haben musiziert, gelesen, gespielt,
uns immer beschützt und geborgen gefühlt.
Unsere Eltern schenkten uns all ihre Liebe,
wer aufmüpfig war, bekam schon mal Hiebe.
Sonntags radelten wir durch Wald und Flur,
wir kannten die Pflanzen in der Natur.
Führte der Weg durch den Wald, in den Zoo,
waren wir Kinder glücklich und froh.
Im Sommer radelten wir zum nahen See.
Im Winter schaufelten wir Berge von Schnee.
Wir fuhren Schlittschuh, später auch Ski.
In anderen Ländern waren wir nie.
In unserem kleinen, gepflegten VW,
fuhren wir gern an den Bernstein See.
Die Urlaube verbrachten wir oft im Zelt.
Es war eine sorglose, sichere Welt.
Um uns herum gabs viele glückliche Leute.
Keine Demos und Aufstände, so wie heute…
In die Zukunft schaue ich mit ängstlichem Blick.
Ich wünsche mir die 60er Jahre zurück.
© Gudrun Nagel-Wiemer
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5 Kommentare
Leider sind durch die Zeiten der antiautoritären Erziehung auch viele unerwünschte Aggressionen entstanden. Heute haben die Lehrer vor den Schülern Respekt....
Jedenfalls gebe ich dir Recht, dass damals alles ruhiger und sorgloser war.
Ein schönes Gedicht.
LG Ingrid
So war es. Schade , heute ist alles anders.
Ich glaube die heutigen Zustände sind auch Ergebnis der antiautoritären Erziehung.
Früher war das noch der Herr Lehrer, heute ist jeder Respekt verloren gegangen.
LG
Ewald