PHYSIS
Das Leben, ich kann es anfassen, auch wenn die Taubheit sich ausbreitet, ein wenig noch geben.
Meine Hände die Gesichter meiner Familie streicheln,
meine Tränen die eigenen Finger ein Trichter dafür.
Meine Beine tragen mich wenn auch schwach, meine Stimme stellt viele Fragen, lässt mich sprechen.
Meine Gedanken scharfsinnig, wach, doch vom täglichen Leid umkreist.
Das Leben vor mir, um mich.
Doch das Ohr schreit laut, das Auge sieht nicht klar, auch wenn es fokussiert und schaut, der Kopf trägt viel Schmerz, so roh, der Gang im Taumel.
Die Seele frei und froh, gehindert einfach zu sein.
Das Leben vor mir, doch kann ich nicht darin eintauchen. Der Körper schwach, Heilung weit weg, kann schon lange nicht mehr alles geben. Da ist mein wunderbares, geliebtes Leben. Es will gelebt werden.
Als Mutter, Partnerin, Freundin, Therapeutin, Mensch, Seele geboren.
Geist bleib fokussiert, gib nicht auf sonst ist meine Welt verloren.
„Physis" ist ein Gedicht aus der Kategorie Trauer/Kummer/Schmerz von Morgan Newdeck, veröffentlicht am 7. September 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Morgan Newdeck
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