Die Schönheit unserer Sprache in Versen
Tag der deutschen Sprache
*Hexenschuss*
Letztens hob i amoi im Gortn ghakkelt,
hob Gros grupft, dazua muaßt di buckn.
Wia i aufsteh, hots mi daschnackelt,
is eingfoarn da Schmerz glei im Ruckn.
Des tuat sauber weh, a Hex, die hot gschossen,
I hob echt schu glaubt, ois is jetzt aus.
hob nur drein gschaut ziemlich vadrossen,
wal so a Schmerz, der is echt a Graus.
Schlepp mi eina no mit letzter Kroft,
grod hinlegen hüft jo sichalich.
Schmeiß ein a Tablettn und fost hätt is gschofft.
Setzt mi umma aufs Bett, do gibts ma an Stich.
Seitdem lieg i floch und kau mi net riahn.
Tua fernschaun und a bissl schlofen,
ois andere tat i sicha glei spiahn;
doch des is grod no zum Schoffen.
Ka Ahnung, sui I besser stehen
oda sitzn oda doch umiliegn.
Ois tuat ma weh, kaun kan Schritt gehn;
warat i bloß nur herinnan bliebn.
Pfeif aufs Gros und des deppate Unkraut,
bleib liaba im Bett und vaholt mi ganz stüll.
Hätt i mi net buckt, hätts mi net umgehaut;
doch hinterher hülfts nimma vüll.
Da Arzt hot gsogt, a Nerv is beleidigt,
i sui Ruah gebn und mi amoi schonan;
hot mi eingspritzt, do is kana neidig.
Drum tua i jetzt nix, außer wohnan.
Sui da Gortn nur wuchan, mir is jetzt wuascht.
Mei Gsundheit is ma jetz wieder heilig,
lieg rum, tua nur wos gengan Duarscht,
mit da Orbeit, do hob is nimmer so eilig.
DerPoet (07/26)
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(steirischer #dialekt)
Bild: Pixabay
„HEXENSCHUSS" ist ein Gedicht aus der Kategorie Trauer/Kummer/Schmerz von Chris Peter, veröffentlicht am 10. September 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Chris Peter
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