*Mei Koda*
Mei Koda is a schenes Trum,
ochtahoib Kilo, ganz grob geschätzt.
Mit vü Speck rund umadum,
weiß und schwarz gfleckat zuletzt.
Er tuat gern kuscheln, zuwischmiern;
losst si gern streicheln oder krauln.
Sogor am Bauch derf mas probieren,
des gfreit eahm ohne jedes maulen.
Doch letztens hob I do wos gschpiat
am Ruckn hinten wor a Dippel.
Drum ham man einpockt gor net miad
und san zum Tierorzt mit dem Krippel.
Der hot a Biopsie glei gemocht
mit dünner Nodel; des is fies
und am sölben Tog aufdnocht
ham ma gewusst, wos Soche is.
Ma hot uns gsogt, dass im Labor
festgestöllt ham, das do wos wochst.
Leida wor des a Tumor,
der aussa muaß, damitst das schoffst.
Oiso moch ma an Termin
für die nötige OP,
da orme Koda muass do hin,
hoffentlich ohne vü Weh.
Ma hot dann des Gewächs entfernt,
a rundherum, dass nix passiert;
die Wunden zsammgnaht wie gelernt,
damit gonz gesund er wieda wird.
Jetzt hot des Tier an Body an,
an roten, leida ziemlich eng;
wos a gor net leiden kann.
Er wehrt si und i konns verstehn.
Doch die Wunden schaut guat aus,
ka Eita und nur wenig gschwollen,
drum derf a bodylos zu Haus
herumliegen, er soll nur net tollen.
Sui a net rennan oder hupfen,
a Ruah gebn warat wirklich gescheit;
ned an die Nähte umazupfen,
damit des olles guat verheilt.
Boid kriagt er a die Fäden raus,
dann ham mas hoibwegs überstanden.
Ma hofft, die Soche geht guat aus
und dass sie a ka Streuung fanden.
Denn mei Koda is a Liaber,
denst auf jeden Foll gern mogst.
Und I gfrei mi sicha drüber,
wenn Fell über die Soche wochst …
DerPoet (08/26)
Foto: Chris Peter
„MEI KODA" ist ein Gedicht aus der Kategorie Tiere & Haustiere von Chris Peter, veröffentlicht am 20. August 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Chris Peter
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