als ich gegangen bin,
habe ich mir vorgestellt,
dass die erleichterung sofort kommt.
dass die richtige entscheidung
sich irgendwie richtig anfühlen würde.
stattdessen
saß ich da,
mit beiden händen am lenkrad,
und musste immer wieder anhalten,
weil ich die straße vor tränen
nicht mehr sehen konnte.
jeder kilometer
zwischen uns
tat weh.
nicht weniger.
nicht mehr.
einfach anders.
als würde mein herz
bei jedem ortsschild fragen,
ob wir wirklich sicher sind,
dass wir das tun müssen.
und vielleicht spricht niemand genug darüber,
dass man etwas verlassen kann,
obwohl man es liebt.
dass man gehen kann,
obwohl ein teil von einem bleiben will.
dass schmerz nicht immer bedeutet,
dass man die falsche entscheidung getroffen hat.
manchmal bedeutet schmerz nur,
dass etwas wichtig war.
dass man gehofft hat.
dass man gekämpft hat.
dass man sich mehr gewünscht hat,
als die realität hergeben konnte.
ich glaube,
wir warten oft darauf,
dass der richtige weg
sich leicht anfühlt.
aber so funktioniert verlust nicht.
so funktionieren abschiede nicht.
manchmal ist die gesündeste entscheidung
gleichzeitig die,
die dir das herz bricht.
manchmal weinst du
den ganzen weg nach hause.
manchmal vermisst du etwas,
von dem du weißt,
dass es dich zerstört hätte.
und manchmal
ist gehen nicht mutig,
weil es sich gut anfühlt.
sondern weil du es tust,
obwohl es sich anfühlt,
als würde etwas in dir
bei jedem schritt dagegen ankämpfen.
und das macht es nicht falsch.
es macht es nur schwer.
„Es macht es nur schwer" ist ein Gedicht aus der Kategorie Trauer/Kummer/Schmerz von Orion, veröffentlicht am 23. August 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Orion
Veröffentliche deine eigenen Werke kostenlos und teile sie mit einer Gemeinschaft, die Poesie liebt — in nur wenigen Minuten.
Jetzt kostenlos veröffentlichen →Bitte melde dich an um zu kommentieren.
Anmelden
Kommentare
Noch keine Kommentare — schreibe den ersten!