Worte, die bleiben
Zum stillen Gedenken
Vanitas
Einst schön und begehrt,
ihr Portrait affichiert,
als Modell sehr viel wert,
man war fasziniert.
Im Fokus der Mode-
Paris und Berlin,
doch bald Episode!
Die Zeit rennt dahin.
Noch wird sie gebucht,
pilatesgestärkt und bildschön geschminkt,
ihr Körper besucht,
doch ihre Sanduhr, sie winkt!
Vergängliche Zeit - es rinnt Korn um Korn!
Erste Fältchen am Hals -
sie mustert sich hinten, beäugt sich vorn
und trägt neuerdings verschiedene Schals.
Sie w a r Göttin und Traumfrau, ganz sicher ein Star,
gepflegt, adrett und auch elegant!
Ein silbriges Haar,
das sie plötzlich fand.
Jahre vergehn, es fliegt die Zeit,
bald abgelegt wie missliebige Karten!
Kein Bonvivant will sie – weit und breit.
Keiner will mehr auf die alte Frau warten.
Nur der Tod , unbeugsamster von allen!
Sie ist stark gealtert, wirkt kraftlos , gequält!
Ihr letzter Vorhang ist gefallen
Der Arzt hat Herztod festgestellt.
Memento Mori – der Totentanz!
Vergehen, zerrinnen, verblassen
der Glanz wird trüb verschwindet ganz
und so muss jeder sein Leben lassen!
Gerd Schönhuber. Nov 26
„Vanitas" ist ein Gedicht aus der Kategorie Abschied von Gerd16, veröffentlicht am 1. November 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Gerd16
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