Zwischen Licht und Dunkel

22. Juni 2014

Im Teufelsmeer


      Die große Galeone ächzt im Sturm,
reitet durch hoch peitschende Wellen,
Elmsfeuer blitzen über ‘n Aussichtsturm,
  als würden Lichtgeister die Nacht erhellen.
 
Immer wieder fallen Blitze hernieder,
riesige Kaventsmänner branden auf Planken,
die Crew singt im Donner beschwörende Lieder,
der Klabautermann dringt in ihre Gedanken.
 
Doch aus schwarzen Fluten schallt Lachen,
im Wind hört man hungrige Sirenen,
eine teuflische Stimme ruft: “Ihr Narren“,
Blut gefriert in harten Seemannsvenen.
 
Unaufhörlich tobt der tosend, teuflische Sturm,
überflutet brausend das schaukelnde Deck,
dazu windet sich Nebel, wie ein Wurm,
um die Galeone im Drachen-Dreieck.
 
    Dieser bringt blubberndes Grollen im Wittern,
ein Meeresungeheuer hat seine Beute gefunden,
drei Monsterköpfe beißen zu, Masten splittern,
eine Drachenschlange zieht sie nach unten.    

„Im Teufelsmeer" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Karsten Herrmann, veröffentlicht am 22. Juni 2014 auf Gedichtesammlung.net.

© Karsten Herrmann

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Karsten Herrmann Sonstige Gedichte 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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