Zwischen Licht und Dunkel

12. Juni 2022

Ein fremder Gast...

Ein fremder Gast...

Eduard beobachtet sie stumm...
Sie wuselt in meiner Küche rum.
Versucht den Gasherd einzuschalten…
Was soll ich denn nur davon halten?

Fahrig sucht er nach Tabletten.
Kann er die Situation noch retten?
Der Kaffee duftet herrlich frisch.
er setzt sich wortlos an den Tisch.

Barnie springt um seine Beine…
Wo ist denn nur die Hundeleine?
Rasch öffnet er die Tür zum Garten,
der Hund kann ja nicht ewig warten.

Anne fängt mutig an zu lästern:
„Bist du noch der Mann von gestern?"
Er beobachtet die junge Dame.
Herrje, wie war noch gleich ihr Name?

"Der Liebhaber, der Frauen versteht,
- dem es um wahre Liebe geht?
Oder habe ich mich geirrt?
Du scheinst mir heute sehr verwirrt.“

„Ich weiß nichts von gestern Nacht.
Hast du mich nach Haus gebracht?
Erzähl´, was ist heut´ Nacht passiert?
Hab´ ich mich irgendwie blamiert?“

Jetzt muss Anne wirklich lachen.
"Eddi, was machst du nur für Sachen?
Ich habe für mein letztes Geld,
ein Taxi für uns Zwei bestellt.

Dann habe ich den Rest der Nacht,
in deinem Wohnzimmer verbracht.
Nichts passiert, lieber Kollege,
nach dem Frühstück trennen sich unsere Wege.

Nun lass´ uns erst mal Kaffee trinken,
dazu gibts Spiegelei mit Schinken."
Eduard zeigt sich bewegt.
"Du mich ganz schön reingelegt..."

Teil 26

„Ein fremder Gast..." ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 12. Juni 2022 auf Gedichtesammlung.net.

© Gudrun Nagel-Wiemer

Sammlung 78 Aufrufe
Gudrun Nagel-Wiemer Sonstige Gedichte 0 Kommentare ~2 Min. Lesezeit
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Gudrun Nagel-Wiemer

Deutschland

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