Wenn Verse golden fallen

19. April 2013

Damals

Ich sitze im Haus allein,
starre einfach vor mich hin,
trinke französischen Wein,
und bin kurz vor dem Wahnsinn.

Äußerlich geht es mir gut,
innen trage ich Trauer,
sogar ein klein bisschen Wut,
liegt versteckt auf der Lauer.

Immer hab ich geschwiegen,
das „DAMALS“ ständig verdrängt,
doch im Kopf blieb es liegen,
Stück für Stück, uneingeschränkt.

Täglich wurd´ ich misshandelt,
brutal, hart, fast unmenschlich,
das Bild hat sich gewandelt,
erst, als dem Gräuel ich entwich.

Noch heute blutet mein Herz,
und es weint meine Seele,
denn dieser quälende Schmerz,
er verschnürt mir die Kehle.

© Horst Rehmann

(c) Rehmann

„Damals" ist ein Gedicht aus der Kategorie Sonstige Gedichte von Gast, veröffentlicht am 19. April 2013 auf Gedichtesammlung.net.

© Gast

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Gast

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