Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

31. Januar 2016

Teuflischer Nebel


  Wolken verhüllten Mond und Sterne
Klang von Pferdehuf aus Ferne
 Dunstiger Nebel zog durch Gassen
Ein mystische Stadt schien verlassen   

 Immer lauter drang rollendes Rattern
  Ihre Beine begannen zu flattern,  
 Weit und breit kein Laternenschein
Etwas Dämonisches holte sie ein

Sie spürte unerklärliche Winde
Irrte umher, wie eine getrieben Blinde
Ahnte diese neblig dunkle Gefahr
 Schon sechs Tote Frauen in diesem Jahr

Alle fand man in Herrgottsfrühe
Ausgeweitet, ähnlich geschlachteter Kühe
Der Satan persönlich hätte das vollbracht
Er käme mit Kutsche zur Nebelnacht
 
Schnellen Schrittes lauschend
Herz klopfend-bebend-rauschend
Setzten die verfolgten Geräusche aus
 Knarzendes Knarren erklang mit Graus

Starr blieb sie in der Nebelgischt stehen
Konnte vor Erschaudern nicht weitergehen
Vor ihr erschien eine gehörnte Silhouette 
 Wandelte diabolisch zur Marionette

Denn magische Kräfte kamen aus ihr hervor
Ergriffen die Blut- lechzenden Kreatur
 Wirbelnd verschmolzen beide drehend
Wurden verschluckt Nebel-wehend

Von Teufelsschreien wurde später berichtet
Eine Geisterkutsche nie mehr gesichtet
Sie wäre die Auserwählte im Grauen
   Geburtshilfe von sieben Engelsfrauen

Die dunkle Nebelnächte durchbrachen
 Lauernde Teufelsaugen ausstachen
Im Vollmondlicht Magie pflanzten
Und für die ewige Liebe tanzten      

„Teuflischer Nebel" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gute Nacht / Guten Morgen von Karsten Herrmann, veröffentlicht am 31. Januar 2016 auf Gedichtesammlung.net.

© Karsten Herrmann

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Karsten Herrmann Gute Nacht / Guten Morgen 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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