*Rechtschreipunk*
Erschreckend, wenn man heutzutag
in die Foren schauen mag
und dann sieht, wie manche schreiben;
kurz gesagt, es ist zum Speiben:
Großschreibung wird ignoriert,
Satzzeichen auch ungeniert,
oder setzt sie gleich im Massen,
im Rudel kann man sie nur hassen.
„T“ und „d“ sind einerlei,
stummes „h“ ist keins dabei;
„p“ und „b“ wird stets verwechselt,
Wortkreationen neu gedrechselt.
„Seit“ oder „seid“ ist ganz egal,
hier gibt’s keine Qual der Wahl.
Geschrieben wird, wie mans erlauscht,
auch „g“ und „k“ sind ausgetauscht.
Auch „dass“ und „das“ verdreht sein muss,
der Rechtschreibung mit zum Verdruss.
Umlaute sind auch verpönt,
der Duden wird ziemlich verhöhnt.
Das Schlimme dran: Es wird negiert
und wer es dennoch korrigiert,
ist ein Grammatik-Nazi dann,
der nichts als kritisieren kann.
Hauptsache man kanns verstehen
und den Zusammenhang noch sehen.
Man wiederholt es ungefragt,
denn Lernen ist nicht angesagt.
Aus Fehlern lernt man doch im Leben.
Was man nicht weiß, erfragt man eben.
Für mich gehört das zum Benehmen,
wers nicht so sieht, soll sich ruhig schämen.
DerPoet (08.25)
Grafik: Badische Zeitung
„RECHTSCHREIPUNK" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gesellschaftskritik von Chris Peter, veröffentlicht am 1. September 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Chris Peter
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2 Kommentare
LG Uschi