1. September 2026

RECHTSCHREIPUNK

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RECHTSCHREIPUNK
@Badische Zeitung

*Rechtschreipunk*


Erschreckend, wenn man heutzutag

in die Foren schauen mag

und dann sieht, wie manche schreiben;

kurz gesagt, es ist zum Speiben:



Großschreibung wird ignoriert,

Satzzeichen auch ungeniert,

oder setzt sie gleich im Massen,

im Rudel kann man sie nur hassen.



„T“ und „d“ sind einerlei,

stummes „h“ ist keins dabei;

„p“ und „b“ wird stets verwechselt,

Wortkreationen neu gedrechselt.

 

„Seit“ oder „seid“ ist  ganz egal,

hier gibt’s keine Qual der Wahl.

Geschrieben wird, wie mans erlauscht,

auch „g“ und „k“ sind ausgetauscht.

 

Auch „dass“ und „das“ verdreht sein muss,

der Rechtschreibung mit zum Verdruss.

Umlaute sind auch verpönt,

der Duden wird ziemlich verhöhnt.



Das Schlimme dran: Es wird negiert

und wer es dennoch korrigiert,

ist ein Grammatik-Nazi dann,

der nichts als kritisieren kann.



Hauptsache man kanns verstehen

und den Zusammenhang noch sehen.

Man wiederholt es ungefragt,

denn Lernen ist nicht angesagt.



Aus Fehlern lernt man doch im Leben.

Was man nicht weiß, erfragt man eben.

Für mich gehört das zum Benehmen,

wers nicht so sieht, soll sich ruhig schämen.

 

DerPoet  (08.25)

 

Grafik: Badische Zeitung

„RECHTSCHREIPUNK" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gesellschaftskritik von Chris Peter, veröffentlicht am 1. September 2026 auf Gedichtesammlung.net.

© Chris Peter

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Chris Peter

Graz, Österreich

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Chris Peter (aka *DerPoet*)

geb. 1965 im steirischen Feldbach, lebt in der Nähe von Graz (Österreich…

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2 Kommentare

Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Dichterlegende
vor 38 Min.
Ich habe immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich in einem Gedicht einen Fehler entdecke und darauf hinweise, bin aber stets dankbar, wenn es jemand bei mir macht. Gut geschrieben, Gudrun
Uschi R.
Uschi R. Meisterdichter
vor 47 Min.
Wie wahr, wie wahr...

LG Uschi

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