Gewinner
Ist man nur ein Gewinner, wenn andere über einen denken, dass man auf der Sonnenseite steht?
Wenn man reich und schön ist, erfolgreich und selbstsicher?
Keine Fehler macht und wenn, diese sehr gut verkauft?
Ist man ein Gewinner, wenn man das Größte Mundwerk hat?
Was ist mit den anderen?
Den Guten, den Nachdenklichen?
Denen die laute Welt mit der Masse und Flut an Informationen und Erwartungen zu viel ist.
Die es nicht ertragen, die anderen weiter reden zu hören.
Die mit sich hadern.
Die trauern über unerfüllte Träume. Die sich über unerreichte Wünsche und Ziele einen Kopf machen, so wie andere über belangloses daher sprechen.
Ist man ein Gewinner, wenn man egoistisch vorgeht und kein Verständnis oder Mitgefühl aufbringt.
Wer zählt als Gewinner und wer als Verlierer?
Wer urteilt darüber? Der Einzelne oder die Masse?
Wer denkt nach und wer meint, er tut es?
Die Traurigkeit, über sich selbst zu denken, man sei ein Verlierer, während die Welt sich amüsiert.
Gespräche gehen nach, Situationen werden bis zur Erschöpfung im Kopf durchgespielt.
Unerfülltes liegt auf der Strecke.
Sich nicht gesehen fühlen, macht heute krank.
Was ist mit dir?
Was ist mit mir?
Sind wir doch alle dieselben Menschen.
Stephanie Doench am 23.08.2026
„Gewinner" ist ein Gedicht aus der Kategorie Gesellschaftskritik von Stephanie Doench, veröffentlicht am 25. August 2026 auf Gedichtesammlung.net.
© Stephanie Doench
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