Wenn Verse golden fallen

25. April 2024

Fernweh

Vom Sonnenlauf gejagt die Schatten,

Sehnsucht türmt sich zum Altar.

Wollen mich ferne Bande packen,

meine Spur des Fernwehs sahen.

Sieben Siegel und kein Schlüssel,

bittersüß der Ferne Saft.

Jeder Flügelschlag, bezwungene Lüfte,

mir das Himmelsblau verschafft.

Haucht der Silbermond dem Blatt

seinen Zeitenspiegel.

Streicht mir das Gefieder glatt,

gibt dem Fernweh Flügel.

Gut versteckt, zum Horizont,

weite Blicke reiten.

Alles Sinnen vorwärts strebt,

Nacht kann es nicht halten.

Ferner jagt der Sturm das Wasser.

Wellenschlag den Strand versteckt.

Wolkenstadt kennt keinen Anker,

fernes Ziel nach Freiheit schmeckt.

Alle Orte Lockung hatten,

doch kein wärmendes Feuer war.

Wollt ihr mich doch endlich packen,

Fernweh, Weite in Gedanken nah.

„Fernweh" ist ein Gedicht aus der Kategorie Erinnerungen & Nostalgie von Jörg Stahlschmidt/Nuthetal bei Potsdam, veröffentlicht am 25. April 2024 auf Gedichtesammlung.net.

© Jörg Stahlschmidt/Nuthetal bei Potsdam

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Jörg Stahlschmidt/Nuthetal bei Potsdam Erinnerungen & Nostalgie 0 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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Jörg Stahlschmidt/Nuthetal bei Potsdam

Ich schreibe seit meiner Schulzeit.
Unser Familienleitspruch: "Orbis non sufficit"
Von Potsdam in die Ferne!
Berufe mit Abschluss: Zimmermann, Koch
Studium: Gastronomiemeister-Küchenmeister
Ausbi…

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