Ich wandere nun stundenlang
über Felder, durch den Wald -
pausiere hier am Felsenhang
im Schatten. Es ist ziemlich kalt.
Der Stausee unter mir ruht still;
ganz anders, als zur Sommerzeit.
Ein Eichelhäher stört mich schrill
in der Zurückgezogenheit.
Ich muss nicht reden, darf genießen
und die Gedanken kreisen lassen
an Orten, ganz genau wie diesen
kann ich Ideen neu verfassen.
Wäre ich mutig, blieb ich hier
die ganze Nacht - warm eingepackt.
Ein weiter Heimweg liegt vor mir.
Es dunkelt - irgendetwas knackt.
Ein bisschen ängstlich, doch zufrieden
steig ich hinab - die Schritte knistern.
Die Abkürzung hab ich vermieden -
von dort vernahm ich leises Flüstern.
*
Vertont unten zu hören.
Text und Foto (C) Ingrid Bezold
„Waldeinsamkeit" ist ein Gedicht aus der Kategorie Einsamkeit von Ingrid Bezold, veröffentlicht am 13. Oktober 2025 auf Gedichtesammlung.net.
© Ingrid Bezold
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8 Kommentare
Danke für deine zustimmenden Worte.
LG Ingrid
Lb.Gr.
G.
Danke für das schöne Feedback.
LG Ingrid
Das ist ein schönes Fleckchen im Wald mit Blick auf den See. Bei Abenddämmerung aber unheimlich.
LG Ingrid
LG
Ewald
Manchmal aber auch abenteuerlich in der Finsternis.
LG Ingrid