30. September 2025

Einsam und obdachlos

Hunger, Sehnsucht, beide sind groß,
doch sein Gesicht bleibt ausdruckslos,
bei ihm ging alles daneben,
ihn kennzeichnete das Leben.

Keinen Euro in der Tasche,
bloß eine Alkoholflasche,
sie ist sein Trost, bei Tag, bei Nacht,
weil sie ihm etwas Wärme macht.

Alle Freunde sind verschwunden,
niemand fühlt sich ihm verbunden,
viele kennen seine Lage,
ihm helfen, kam nie in Frage.

Deshalb greift er zum Alkohol,
findet so seinen Ruhepol,
tausend Sterne die ihm winken,
lassen ihn in Schlaf versinken.

Doch es knurrt ständig sein Magen,
drum wünscht er, an vielen Tagen,
liegen bleiben, nichts mehr machen,
einfach – nicht mehr aufzuwachen.

© Horst Rehmann

„Einsam und obdachlos" ist ein Gedicht aus der Kategorie Einsamkeit von Rehmann, veröffentlicht am 30. September 2025 auf Gedichtesammlung.net.

© Rehmann

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Rehmann Einsamkeit 6 Kommentare ~1 Min. Lesezeit
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6 Kommentare

Rehmann
Rehmann Autor Poet Laureat
01.10.2025
Leider, liebe Uschi, werden diese Menschen vom Staat viel zu oft vergessen !
LG
H. Rehmann
Uschi R.
Uschi R. Meisterdichter
01.10.2025
Ein trauriges Schicksal wenn dies die einzige Lösung scheint...

LG Uschi
Rehmann
Rehmann Autor Poet Laureat
30.09.2025
Danke Helga,
kann ich Dir nur zustimmen !!!
LG
H. Rehmann
pally66
pally66 Poet Laureat
30.09.2025
So ein Schicksal sollte es in unserer heutigen Gesellschaft eigentlich nicht geben, Horst, doch leider ist das immer häufiger der Fall; und die zuständigen Einrichtungen schauen drüber weg. Geld, Wohnung, zurückkehren ins normale Leben, all das ist ja für diese Menschen nicht vorhanden. Leider! Bedrückte Grüße gehen in Deinen Abend, Helga
Rehmann
Rehmann Autor Poet Laureat
30.09.2025
Danke Ewald,
leider schauen die meisten Menschen drüber weg !
LG
H. Rehmann
Ewald Patz
Ewald Patz Dichterlegende
30.09.2025
Horst du hast dich gut in die Lage von manchem Verzweifelten versetzt.
LG
Ewald

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