Die Schönheit unserer Sprache in Versen

Tag der deutschen Sprache

6. Dezember 2020

Nikolaustag

Nikolaustag

Eine Glocke klingt durch die eisige Nacht-
hat uns der Nikolaus schon bedacht?
Lasst uns schnell ins Zimmer gehen
und mal nach dem Rechten sehen.

Schaut nur, auf der alten Truhe
stehen die prall gefüllten Schuhe.
Süßes schaut oben heraus -
das war gewiss Sankt Nikolaus.

Die ganze Nacht hab ich gewacht
und an den Nikolaus gedacht.
Ganz heimlich hat er uns beschert;
ich habe nichts von ihm gehört.

Ich hab im Bett ganz still verharrt,
nicht eine Tür hat nachts geknarrt.
Kein Poltern und kein Knistern -
nicht mal ein leises Flüstern.

Kein Lichtstrahl fiel zu mir ins Zimmer,
nicht mal ein leichter Kerzenschimmer.
Wie schafft er das? Ich weiß es nicht.
So ganz im Dunkeln - ohne Licht.

Mutter sagt, er liebt die Ruhe
und füllt nur die geputzten Schuhe.
Er scheut das grelle, helle Licht,
darum sieht man ihn auch nicht.

Die Schuhe füllt er stets ungestört,
niemand hat ihn je gehört.
Scheint der Mond des Nachts sehr hell,
dann verschwindet er ganz schnell.

„Nikolaustag" ist ein Gedicht aus der Kategorie Weihnachtsgedichte von Gudrun Nagel-Wiemer, veröffentlicht am 6. Dezember 2020 auf Gedichtesammlung.net.

© Gudrun Nagel-Wiemer

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Gudrun Nagel-Wiemer

Deutschland

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1 Kommentar

Gudrun Nagel-Wiemer
Gudrun Nagel-Wiemer Autor Dichterlegende
08.12.2020
Liebe Hanni, danke für das Herzchen, - ein Gedicht aus meinem Weihnachtsbuch. In den letzten Jahren waren wir am Nikolaustag auf Fuerteventura und haben uns über das gefüllte rote Säckchen gefreut, dass morgens an der Tür hing. In diesem Jahr sind wir froh zuhause zu sein und genießen die Ruhe und gemütlichen Stunden im Advent.
Dir noch eine schöne Zeit, Gudrun.

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